No Borders, No Planets – Das Ethnozentrische Holon heilen

von | Feb 28, 2022

Ein Land, das sich selbst gerne ablehnt, hisst aus Solidarität mit einem anderen Land dessen Fahne. Das ist in all der Kacke und Bedrohung ein berührender Moment für alle. Die Klitschkos stehen Schulter an Schuler, Selenskyj lehnt das Taxi ab, und verlangt nach Munition. Patriotismus verliert für einen Moment seinen Makel, zumindest, wenn die anderen ihn zeigen. Und es scheint, dass die Ukrainekrise eint, was Corona geteilt hat. Tausende Menschen auf der Straße, die einen mit Masken, die anderen ohne, die Abstände spielen keine Rolle mehr, und das überall auf der Welt.

Die deutsche Politik erwacht. Der verlachte Zapfenstreich zum Abgang von Angela Merkel scheint vergessen. Die 5000 Helme, die letzte Woche verschickt worden sind, kamen von einer anderen Regierung als wir sie heute morgen hatten. Ein Tyrann musste uns zeigen, dass ein Land ein Land ist, und wenn es ein gutes Land ist, es auch gut ist es verteidigen zu können. Wir drehen uns selbst vorsichtig in eine Richtung, in die wir nicht mehr schauen wollen. Gesunder Ethnozentrismus, ein wichtiger Schritt um irgendwann auf gute Weise die ganze Welt umarmen zu können. Wissen wo man herkommt, stolz sein auf seine Wurzeln und auf seine Werte, wenn man sie denn kennt.

Und man muss es zu Anfang ja auch gar nicht übertreiben. Es genügt, dem ganzen nicht mehr feindlich gegenüber zu stehen. Die Ablehnung etwas aufweichen zu lassen. Die anderen machen es ja gerade vor.

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